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Pflegepreis des LVR-Klinikverbundes

Idee

Die Idee zum Pflegepreis entstand während der Planung und Vorbereitung der 40. Bedburger Fortbildungstage 2002. Die Rückschau anlässlich dieser "Jubiläumsveranstaltung" machte deutlich, wie sehr diese Fortbildungstagungen die Psychiatriereform des LVR begleitet haben, indem dort viele innovative Pflegeansätze thematisiert wurden, die zur Fortentwicklung der Pflegepraxis taugten. Viele dieser Ansätze für eine innovative Pflege blieben bisher jedoch in den jeweiligen Arbeitsbereichen "versteckt".

Mit dem Pflegepreis des LVR-Klinikverbundes sollen auch künftig diese Pflegeleistungen gewürdigt und einer breiteren Fachöffentlichkeit bekannt gemacht werden. Schließlich soll der Preis zur Nachahmung und Unterstützung eigener kreativer Gestaltung von Pflegeprozessen anregen.

Der Pflegepreis wurde zu den 41. Bedburger Fortbildungstagen im Oktober 2003 zum ersten Mal verliehen und wird seither in ein- bis zweijährigem Abstand ausgelobt. Die dargestellten Projekte sollen einen aktuellen Bezug haben und nicht länger als zwei Jahre zurück liegen. Die Arbeiten sollen sich folgenden Themenfeldern zuordnen lassen:

  • Beispiele herausragender pflegerischer Praxis, besonders kreativer, professioneller und innovativer psychiatrischer Pflege von einzelnen Patienten oder Patientengruppen (z.B. soziotherapeutische Gruppenarbeit, pflegerische Unterstützung der Patienten in ihrer Alltagsbewältigung, Praxisbeispiele für Milieugestaltung, Falldarstellung eines außergewöhnlichen Pflegeprozesses)
  • Beispiele herausragender konzeptueller Entwicklungen in der psychiatrischen Pflege auf der Ebene der Station, Abteilung oder Klinik. Anwendung und konzeptionelle Verankerung neuer Pflegemethoden (z.B. Validation, Basale Stimulation, Snoozelen, Aromatherapie), Umstrukturierung des Pflegesystems (z.B. Einführung der Bezugspflege)
  • Innovation im Bereich von Vernetzung und (multiprofessioneller) Kooperation, die durch die psychiatrische Pflege angestoßen wurde (z.B. Kooperationsmodelle mit komplementären Diensten, Modelle der Umsetzung trialogisch orientierter Psychiatrie)

Bewerbungsverfahren

Für den Preis bewerben können sich einzelne Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie Teams aus dem Bereich des Pflege- und Erziehungsdienstes der Rheinischen Kliniken. Folgende Bewerbungsunterlagen sind in schriftlicher Form einzureichen:

  • Angaben zur Person/zumTeam , die/das sich um den Preis bewirbt
  • Beschreibung der pflegerischen Leistung bzw. des Projektes
  • Begründung der Preiswürdigkeit, Darstellung des innovativen Charakters
  • Die schriftliche Darstellung sollte vier DIN A4–Seiten nicht überschreiten und muss in Maschinenschrift vorgelegt werden (12 Pkt. einzeilig). Die Arbeit kann auch durch Medien wie Foto-, Ton-, oder Videomaterial ergänzt werden. Sie muss in fünffacher Ausfertigung vorliegen.

Der Wettbewerb zum aktuellen Pflegepreis wird einige Monate zuvor mit einer detaillierten Ausschreibung bekannt gemacht.

Link zum Pflegepreis 2016

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Jury

Der Jury gehören Experten aus den Bereichen Pflegemanagement, Pflegepädagogik und Pflegewissenschaften an.

Preis

Der erste Preis beträgt 500,- €. Bis zu zwei weitere Preise werden mit je 250,- € honoriert. Über die Verwendung des Preises entscheidet das jeweilige Team/die jeweilige Station. Die Preisträger erklären sich bereit, an der Preisverleihung teilzunehmen und in kurzer Form über Planung, Etablierung und Auswertung der pflegerischen Leistung bzw. des Projektes zu berichten.

Informationen

Der nächste Pflegepreis wird voraussichtlich in 2018 ausgelobt.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Ute Sturm, LVR-Akademie Solingen.

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